Der Oderbruch in Brandenburg.
Die Rückkehr von Avalon im Oderbruch.
Im Rahmen des Projekts „Bodenleben. Bodenlos.“ des Ökospeicher e. V., gefördert durch Kulturland Brandenburg – Gesellschaft, Kultur, Geschichte 2026/2027, entsteht der folgende schamanische Reisebericht als begleitende Wahrnehmungssebene einer fünftägigen Bodenreise durch Brandenburg vom 11. bis 15.06.2026.
Er versteht sich als subjektive innere Wahrnehmung der zu bereisenden Orte und ihrer energetischen Qualitäten. Die geschilderten Bilder, Wesenheiten und Landschaften spiegeln verborgene Dimensionen des Oderraums wider.
Das Projekt untersucht den Boden als Lebens-, Erinnerungs- und Kulturraum. Wissenschaftliche, künstlerische und gesellschaftliche Zugänge werden dabei miteinander verbunden, um verborgene Zusammenhänge zwischen Landschaft, Geschichte, Ökologie und Wahrnehmung sichtbar zu machen.
Die während der Reise gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen fließen in das Bodenfestival am 03.10.2026 im Ökospeicher e. V. ein, bei dem Workshops, Theaterformate und Ausstellungen unterschiedliche Zugänge zum Thema Boden öffentlich vermitteln.
Der östliche Teil der Wanderroute startet am Oderbruch in Brandenburg. Rechts zeigt sich der Fluss, links seine Zuflüsse. Die Oder hat eine ruhige Oberfläche, von ihr geht eine starke Anziehungskraft aus.
Über dem Fluss erscheint ein helles Wesen, ein bisschen wie auf einem Thron sitzend. Es wirkt nicht wie ein üblicher Hüter dieses Ortes, sondern wie eine fremde Energie – als wäre etwas Fremdes an diesem zuvor unbesetzten Platz gelandet.
Wo sind die Naturwesen, die eigentlich an diesem Ort sein sollten?
Es öffnet sich ein großer Spalt in die Tiefe. Dort unten ist gewaltiges Wasser spürbar – riesige unterirdische Kanäle und ganze Wasserwelten voller Dynamik und Bewegung.
Strömungen tragen durch unterirdische Tiefen bis sich die Szenerie wandelt: Eine gefrorene Insel erscheint, bedeckt mit Schnee. Dort zeigt sich ein Hund an einem Tor, das sich kurz darauf öffnet.
Hinter diesem Tor liegt eine warme, grüne Welt, schimmernd in dunklen bis hellen Grüntönen – prismatisch. Diese Welt ist von einer warmen, geborgenen Energie durchdrungen. Sie wirkt wie ein Rückzugsort mit Wesenheiten, die eine eigene Welt beleben – die an Avalon erinner.
In dieser Welt gibt es eine Quelle. Hier wird spürbar, dass ein Wandel bevorsteht: Die Kräfte, die sich zurückgezogen haben, treten allmählich wieder hervor – Avalon wird wieder sichtbar und wird seinen Platz an der Oberfläche einnehmen. Gleichzeitg gibt das helle Wesen seinen Platz frei.
Am Ende kehrte ich noch einmal zu dem hellen Wesen zurück und fragte, ob es etwas mit dem Verschwinden der Naturkräfte zu tun habe. Es verneinte dies und erklärte, dass es den Platz nur stellvertretend eingenommen habe, um die noch vorhandenen Kräfte zu schützen. Es werde diesen Ort wieder freigeben.