Der Oderbruch in Brandenburg.

von | 22 Mai 2026

Wasser – Analytiker und Impulsgeber

Im Rahmen einer zweiten schamanischen Reise zum Thema Wasser, als Vorbereitung auf die Wanderreise vom 11. bis 15.06.2026 durch Brandenburg für das Projekt „Bodenleben. Bodenlos.“ des Ökospeicher e. V., die im Oderbruch startet, hat sich ein spannendes Wasserbild herausgebildet:

In der metaphysischen Betrachtung erscheint Wasser als eine beobachtende, sammelnde und steuernde Kraft, die Prozesse initiiert, verbindet und in Bewegung hält.

Dieses Verständnis bildet eine besonders schöne Grundlage für das Projekt „Bodenleben. Bodenlos.“ Im Zentrum des Projekts steht der Boden als Lebens-, Erinnerungs- und Kulturraum. Wissenschaftliche, künstlerische und gesellschaftliche Zugänge werden dabei miteinander verbunden, um verborgene Zusammenhänge zwischen Landschaft, Geschichte, Ökologie und Wahrnehmung sichtbar zu machen.

Die während der Reise gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen fließen in das Bodenfestival am 03.10.2026 im Ökospeicher e. V. ein, bei dem Workshops, Theaterformate und Ausstellungen unterschiedliche Zugänge zum Thema Boden öffentlich vermitteln.

Wasser kann als Forscher und Analytiker verstanden werden. Es beobachtet, sammelt und analysiert präzise Informationen – vergleichbar mit unendlich vielen Mikroskopen (Wassertropfen, Molekülen), die überall zugleich schauen, untersuchen und wahrnehmen.

Gleichzeitig existiert eine Art zentrale Stelle, an der alle Informationen zusammenfließen. Von dort aus werden Prozesse angestoßen. Wasser erscheint damit als Antrieb für Bewegung und Veränderung: als Impulsgeber, der Dinge in Gang setzt, Prozesse startet, Entwicklungen auslöst und etwas „aufweckt“ sowie neu belebt.

Ohne Wasser würde nichts in wirkliche Bewegung geraten. Gemeint ist dabei nicht nur seine physische Ausbreitung, die sich in jede Ritze und jede Pore hinein erstreckt, sondern auch die Fähigkeit, überall Impulse zu setzen, die wie Startsignale wirken – ein „Los“, ein Anfang im Kleinen wie im Großen.

Auf die Frage, ob Wasser nicht auch reinige und sowohl hart als auch weich sein könne – wie es ja oft beschrieben wird –, lautet die Antwort: Diese Beschreibungen stammen aus menschlicher Perspektive und sind nicht falsch. Sie erfassen jedoch nicht das Wesen des Wassers.

Das Wesen des Wassers ist die Analyse.
Das Beobachten.
Das Sammeln von Informationen aus allen Bereichen.
Prozesse regulieren und in Bewegung setzen.